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SBOMfunkSBOMfunk
CVE-Monitoring aus Ihrer SBOM

Vulnerability-Tracking: CVEs monitoren & CRA-konform melden

SBOMfunk ordnet Schwachstellen den Komponenten und Produkten in Ihrer SBOM zu, bündelt Signale aus NVD, OSV und CISA KEV und unterstützt Ihr Team bei Triage, VEX-Dokumentation und dem Meldeworkflow nach CRA Artikel 14.

Was Vulnerability-Tracking im CRA-Kontext leisten muss

Eine CVE-Liste allein beantwortet nicht, ob Ihr Produkt betroffen oder eine Meldung erforderlich ist. Der operative Prozess verbindet aktuelle SBOM-Daten mit Schwachstellenquellen, Produktkontext und einer dokumentierten Entscheidung.

Komponenten zuordnen

Paketname, Version und Identifier aus der SBOM werden gegen bekannte Schwachstellen und betroffene Versionsbereiche geprüft.

Ausnutzung bewerten

CVSS hilft bei der technischen Priorisierung. Für Artikel 14 ist zusätzlich entscheidend, ob die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird und im eigenen Produkt enthalten ist.

Entscheidung belegen

Betroffenheit, Nicht-Betroffenheit, Gegenmaßnahmen und Meldezeitpunkte werden nachvollziehbar dokumentiert.

NVD, OSV und CISA KEV: drei Quellen, drei Aufgaben

SBOMfunk ist für einen täglichen Abgleich konzipiert. Die Quellen ergänzen sich; keine einzelne Datenbank ersetzt die produktspezifische Triage durch Ihr verantwortliches Team.

QuelleSpezialisierungRolle im Workflow
NVDCVE-Datensätze, Referenzen und CVSS-BewertungenBreite Basis für bekannte Schwachstellen und technische Einordnung
OSVOpen-Source-Pakete, Versionen und betroffene VersionsbereichePaketnahes Matching für Abhängigkeiten aus der SBOM
CISA KEVNachweislich aktiv ausgenutzte SchwachstellenPriorisierungssignal für die Prüfung eines CRA-Meldetriggers

Ein CISA-KEV-Treffer ist ein starkes Signal für aktive Ausnutzung, aber noch keine automatische Feststellung, dass Ihr konkretes Produkt betroffen ist. Komponenten-Version, Ausführbarkeit, Konfiguration und Produktarchitektur bleiben zu prüfen.

CRA Artikel 14

„Aktiv ausgenutzt“ ist der zentrale Melde-Trigger

Artikel 14 erfasst aktiv ausgenutzte Schwachstellen, die in einem Produkt mit digitalen Elementen enthalten sind und von denen der Hersteller Kenntnis erlangt. Deshalb trennt eine belastbare Triage mindestens drei Fragen: Ist die Komponente vorhanden? Ist die Schwachstelle im Produkt ausnutzbar? Liegen Hinweise auf aktive Ausnutzung vor?

Hoher CVSS-Score und aktive Ausnutzung sind nicht dasselbe. Auch eine schwere CVE löst nicht allein wegen ihres Scores die Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen aus.

VEX-Statements reduzieren Fehlalarme nachvollziehbar

Ein VEX-Statement hält maschinenlesbar fest, ob und warum ein Produkt von einer bekannten Schwachstelle betroffen, nicht betroffen oder noch in Prüfung ist. Typische Gründe für „nicht betroffen“ sind nicht ausgeführter Code, eine nicht erreichbare Funktion oder eine nicht vorhandene Konfiguration.

  • Entscheidung mit Produkt- und Versionsbezug
  • Begründung statt bloßem Statuswechsel
  • Zeitstempel und verantwortliche Prüfung
  • Aktualisierung, wenn neue Erkenntnisse eintreffen

Der 3-Stufen-Workflow nach CRA Artikel 14

Die gesetzlichen Fristen knüpfen an die Kenntnis des Herstellers an. Die dritte Stufe ist bei Schwachstellen an die Verfügbarkeit einer Korrektur- oder Abhilfemaßnahme gekoppelt.

24h

Frühwarnung

Unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis: erste Angaben zur aktiv ausgenutzten Schwachstelle und zu betroffenen Märkten vorbereiten.

72h

Schwachstellenmeldung

Spätestens innerhalb von 72 Stunden nach Kenntnis: verfügbare Informationen zur Schwachstelle, Ausnutzung, zum Produkt und zu Maßnahmen ergänzen.

14 Tage

Abschlussbericht

Spätestens 14 Tage nach Verfügbarkeit einer Korrektur- oder Abhilfemaßnahme: Beschreibung, Schweregrad, Ausnutzung und Korrektur dokumentieren.

Rechtsgrundlage: Verordnung (EU) 2024/2847, Artikel 14 Absatz 1 und 2. Die Meldepflichten gelten ab 11. September 2026.

Beispiel-Timeline: vom KEV-Treffer zur Frühwarnung

Das Beispiel zeigt einen internen Ablauf. Der tatsächliche Fristbeginn richtet sich nach der Kenntnis des Herstellers, nicht pauschal nach der Veröffentlichung eines Datenbankeintrags.

08:15

Treffer erkannt

Eine Komponente aus der aktuellen SBOM wird einem neuen CISA-KEV-Eintrag zugeordnet.

08:25

Produktbezug prüfen

Das Product-Security-Team prüft betroffene Versionen, Erreichbarkeit, Konfiguration und tatsächliche Ausnutzbarkeit.

09:10

Entscheidung dokumentieren

Betroffen: Meldeworkflow und Fristen starten. Nicht betroffen: Begründung als VEX-Statement revisionsfähig festhalten.

bis 08:15 Folgetag

Frühwarnung vorbereiten

Bei bestätigtem CRA-Meldetrigger stehen Produkt-, CVE- und Bewertungsdaten für die erste Meldestufe bereit.

Alerts dort, wo Ihr Team arbeitet

Relevante Treffer lassen sich an zuständige Teams weitergeben, damit Prüfung und Dokumentation nicht in einem isolierten Dashboard liegen bleiben.

Slack

Hinweise für Security- und Produktkanäle.

E-Mail

Benachrichtigungen an definierte Verantwortliche.

Webhook

Übergabe an eigene Workflows und Ticket-Systeme.

Frist-Status

Meldestufen und dokumentierte Kenntnisnahme im Blick.

Vulnerability-Tracking mit Ihrer SBOM verbinden

Sichern Sie sich einen Beta-Platz für SBOMfunk und testen Sie den Workflow von der Komponentenliste über die CVE-Triage bis zur Vorbereitung der CRA-Meldung.

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Die finale rechtliche Bewertung und Meldentscheidung verbleibt bei Ihrem Unternehmen.